Heideblütenfest-Stimmung trotz Festausfall

Liebe Wagenbauer des Heideblütenfestes, liebe neue interessierte Gruppen und Vereine!
Wir, vom Vorstand des Heideblütenfestvereins, können uns einen August ohne das Heideblütenfest, die Wahl der Heidekönigin und den großen Festumzug mit euren geschmückten Wagen kaum vorstellen.

Sicherlich geht es vielen von euch ähnlich und die ersten Ideen, Themen und Motive für eure Festwagen wurden vielleicht sogar schon besprochen und angegangen.
Aber vielleicht könnt ihr dazu beitragen, dass es im August nicht so traurig wird und unser Ort trotzdem ein bisschen Heideblütenfest-Stimmung verbreitet?
Die Idee ist, dass jede Wagenbaugruppe kleine Festwagen in Bollerwagengröße gestalten. Besonders würden wir uns auch über die Teilnahme neuer Vereine und Gruppierungen freuen! Diese Wagen können dann auf den bisherigen Schauplätzen an der Bundesstraße aufgereiht werden. Fertigstellung der Wagen wäre der Tag unseres eigentlichen Festumzuges - Sonntag, der 23.08.2020!
Gebt uns bitte kurzfristig eine Rückmeldung, ob ihr und eure Wagenbaugruppen sich an dieser Aktion beteiligen wollt. Gerne per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Voraussetzung ist, dass bei der Umsetzung dieser Idee die geltenden Bestimmungen der Bundesregierung zur Einschränkung der Corona-Pandemie eingehalten werden!
Macht mit und verbreitet Heideblütenfest-Stimmung im August.

Euer Heideblütenfestverein

 

Leicht kann ein Bollerwagen verkleidet werden - (Foto Victoria Glaser)

Neue Besetzung und Einkleidung des Hofstaates

Tina Beus Nähmaschine kürzte den letzten Rocksaum eines Mädchens vom neuen Hofstaat. Denn im März war es soweit, dass der Hofstaat sich zum ersten Mal traf.

Die Betreuerinnen Petra Hoja, Mareike Witte und Claudia Kremer engagieren sich für die Bedürfnisse der Kinder. Sie reichen Limonade den Mädchen und sorgen dafür, dass die Auftritte des Hofstaates mit der Heidekönigin gelingen.

Seite an Seite treten nun zu den Klängen des Liedes „Auf der Lüneburger Heide“ die Prinzessinnen Merle Blinkmann und Frieda Grabowski auf, mit Mattea und Leni Witte, Linea Pallme, Helena Jacobs, Mia Boender und Luise Mosel.

Mareike Witte meinte, „die Cousinen Leni und Mattea freuen sich wie Bolle auf ihre gemeinsame Zeit.“

Ein Lächeln sah man in jedem Gesicht. Besonders bei Linea Pallme und Merle Blinkmann. Denn wer den Hofstaat in den vergangenen Jahren aufmerksam verfolgte, kannte ihre Schwestern, Josephine Pallme und Hannah Blinkmann, von Auftritten am Kronsberg oder Schafstall.

Zu sehen ist der Hofstaat mit Heidekönigin Leonie Laryea übrigens auch auf Fotos und Videos bei Facebook und Instagram.

Facebook www.facebook.com/heidebluetenfest

Instagram www.instagram.com/heidebluetenfest_amelinghausen

 

Heideblütenfestverein verbindet

Eines verbindet ehemalige Heideköniginnen auch heute, die Erinnerung an ihre Zeit im samtroten Mantel und der Heidekrone. Aber auch eine Freundschaft und die Bereitschaft, der Gesellschaft Gutes zu tun. Ehemalige Heideköniginnen halfen im Service bei der Jubiläumsfeier 111 Jahre MTV Amelinghausen.

 

 

 

(Originaltext Kerstin Paar vom 1. April 2020 - Foto Hofstaat Petra Hoja | Ehemalige Heideköniginnen Kerstin Paar)

 

 

 

Die Krönung von Heidekönigin Leonie beim Heideblütenfest 2019

Amelinghausener Heideblütenfestwoche ist ersatzlos abgesagt / Heideböcke warten noch ab

„Eine der schwersten Entscheidungen“ 

Den Start in seine Amtszeit als Vorsitzender des Amelinghausener Heideblütenfestvereins hat sich Christian Kremer völlig anders vorgestellt. Im Februar als Nachfolger für Hans-Jürgen Pyritz gewählt, musste er am Dienstagabend per Videokonferenz mit den anderen Vorstandsmitgliedern „eine der schwersten Entscheidungen“ in der Geschichte des Heideblütenfestes treffen: „Wir haben unsere Festwoche abgesagt“, teilte Christian Kremer mit. 

„Das derzeit bis zum 31. August geltende Verbot von Großveranstaltungen und die entsprechenden Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie lassen eine neuntägige Festwoche mit tausenden Besuchern nicht zu“, so der Vorsitzende weiter. Gerade die zur Risikogruppe gehörende ältere Bevölkerung stelle zum Beispiel bei der Wahl der neuen Heidekönigin am Kronsberg oder beim Umzug das Gros der Zuschauer. „Da ist es Stand heute auch nicht vertretbar, sich gegebenenfalls auch in kleinerem Rahmen auf engstem Raum zu treffen.“ Auch an einen gemeinschaftlichen Wagenbau sei nicht zu denken. 

Vorgesehen war die seit 1949 existierende Traditionsveranstaltung vom 15. bis 23. August. Eine Verlegung zu einem späteren Zeitpunkt ist laut Kremer „keine Option“ gewesen. „Wir wissen ja nicht, wie die weitere Entwicklung sein wird.“ Planungssicherheit sei aber bei der Größenordnung des Festes für alle Beteiligten notwendig. 

Die bereits geschlossenen Verträge mit Bands, Künstlern oder dem Event- und Lasertechnik-Unternehmen Bocatec können jetzt noch fristgerecht gekündigt werden. „So nimmt der Verein finanziell keinen Schaden.“ Kremer betonte, „dass wir allen Beteiligten die Möglichkeit einräumen, ihren Auftritt bei der Heideblütenfestwoche 2021 nachzuholen.“

Einzelne Veranstaltungs-Höhepunkte wie die Krönung der Heidekönigin aus dem Programm herauszulösen und vor begrenzter Zuschauerzahl stattfinden zu lassen, wurde im Vorstand ebenfalls „schnell ad acta gelegt“. „Das Amelinghausener Heideblütenfest gibt es nur in bewährter Form“, sagte der Vorsitzende. Entsprechend werde es auch keine diskutierte „Online-Wahl“ einer neuen Heidekönigin geben.

„Leonie Laryea wird ihr Amt bis zum nächsten Heideblütenfest ausüben“, freute sich Kremer. Das sagte die Heidekönigin dem Verein am Dienstag offiziell zu. Der vor kurzem neu gebildete Hofstaat wird bis März 2022 im Einsatz sein. „Wir möchten, dass alle noch in den Genuss von Auftritten kommen“, sagte Kremer. Trotz der Absage für 2020 wird der Verein laut Kremer zur bevorstehenden Heideblütenzeit versuchen, für das Fest und die Region mit kleinen Aktionen und Ideen zu werben.

Der Heideblütenfestverein bietet während seiner Festwoche auch anderen Vereinen die Möglichkeit, sich mit eigenen Veranstaltungen zu präsentieren. Dazu gehören beispielsweise die durch den MTV Amelinghausen ausgerichtete Kinder-Olympiade, das Konzert des Gemischten Chores oder der durch den Verein Regionale Kulturlandschaft organisierte Heide-Erlebnistag. Laut Kremer lassen sich die entsprechenden Organisatoren die Option offen, je nach Lage der dann herrschenden Bestimmungen ihre Veranstaltungen ohne die Einbettung in die Heideblütenfestwoche auszurichten.

Gleiches gilt auch für die Bockwahl des Amelinghausener Heidebockvereins. „Wir haben entschieden, noch nicht abzusagen“, sagte der amtierende Heidebock Falko Gardlo. Die Wahl ist am 21. Augst auf dem Hof vom Gasthaus Heidelux vorgesehen. „Wir können uns aber auch vorstellen, unsere Veranstaltung in den September zu verlegen“, sagte Gardlo. Festgelegt wurde bei einer Videokonferenz seitens des Vorstandes mehrheitlich bereits, dass in diesem Jahr auf jeden Fall ein neuer Heidebock samt zweier Adjutanten gewählt werden sollen. „Wenn es keine öffentliche Wahl gibt, wird das intern erfolgen“, sagte Gardlo. Das wäre dann „back to the roots“. Früher wurde das „Oberhaupt“ des 1955 gegründeten Heidebockvereins stets in feucht-fröhlicher Runde im Verborgenen ernannt.

neuer Vorstand im Heideblütenfestverein seit Februar 2020

Stabsübergabe nach 17 Jahren – Pyritz bleibt Verein treu

Nach langjähriger Arbeit als erster Vorsitzender übergab Hans-Jürgen Pyritz vertrauensvoll die Leitung bei der Jahreshauptversammlung im Februar 2020. Sein großer Dank galt allen Beteiligten am Fest und den 122 Vereinsmitgliedern. Besonderer Dank galt den ehemaligen Heideköniginnen, „sie tragen mit ihren ehrenamtlichen Aktionen sehr zur Bekanntheit des Heideblütenfestes bei.“

„Mit Leonie als Heidekönigin haben wir in diesem Jahr wieder einen Volltreffer gelandet“, erzählte er bei seinem Rückblick. „Nach den Jahren 2017 und 2018 hatten wir im vergangenen Jahr eine Festwoche, die erfolgreich die Vereinskasse rettete. Das sah auch der Steuerberater so.“ Die Kassenprüferinnen, Franziska Kompalka und Victoria Glaser, konnten den einwandfreien Kassenbericht von Kassenwart Michael Witte bestätigen.

Leonie erwähnte mit Blick auf die vergangenen Veranstaltungen, „ich danke allen für den Zuspruch und die schönen Begegnungen.“

Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Kalisch richtete Lob und Anerkennung an den scheidenden Vorsitz für seine langjährige Tätigkeit und Verbundenheit zum Heideblütenfest. „Die neuntägige Festwoche ist für die Urlaubsregion Amelinghausen ein wichtiger Anziehungspunkt für Gäste aus ganz Deutschland und angrenzende Nachbarländer“, berichtete sie in ihrer Ansprache.

Norbert Thiemann erwähnte im Hinblick auf mehr als 17 Jahre Vereinsvorsitz, „Hans-Jürgen war nicht nur ein Denker, sondern ein geschickter Lenker.“

Als Wahlleiter führte Thiemann die Wahl durch.

Zum 1. Vorsitzenden des Vereines wählten die Mitglieder einstimmig Christian Kremer, als 2. Vorsitzende die ehemalige Heidekönigin Marie-Luisa Ehrlich.

Kremer erwähnte einige Anekdoten zu den Anfängen von Hans-Jürgen Pyritz und bat die Versammlung, Pyritz zum Ehrenvorsitz zu wählen. Stehender Applaus und volle Zustimmung der rund 60 Zuhörer*innen im Gasthaus Heidelux (ehem. Grätsch) gebührten dem neuen Ehrenvorsitzenden.

Neben Claudia Kalisch überbrachten Mitglieder und Gäste Dankesworte an Hans-Jürgen Pyritz und gratulierten dem neuen Vorstand.

„Ich stehe zwar nicht mehr an vorderster Front, bleibe dem Verein aber natürlich treu“, dankte Hans-Jürgen Pyritz für die Ehrung.

An der Heideblütenfestwoche 2020 führt man bei der Auftaktveranstaltung der „See brennt“ das Vorprogramm ab 18 Uhr fort. Aus Umweltschutzgründen verzichtet der Verein auf ein Höhen-Brilliant-Feuerwerk. Dafür erweitert die Firma Bocatec die Lasershow um Feuerelemente und eine Illumination für Bühnenbilder über dem Lopausee. Den Innenort will man am Heide-Erlebnistag mit neuen Veranstaltungen beleben, wofür Elke Ritschen und Hilke Lüchow seit längerem aktiv sind.

Die Ausschüttung an die helfenden Vereine der Heideblütenfestwoche erfolgte einstimmig. Diana Burmeister wählte man zur zweiten Beisitzerin des Vorstandes. Mona Otto unterstützt künftig mit Victoria Glaser das Amt der Kassenprüferinnen.  

(Foto/Text Kerstin Paar)

Crashkurs über die Besonderheiten der Heidelandschaft für die Amelinghausener Majestäten

Die Amelinghausener Heideköninigin gehört zu den wichtigsten und bekanntesten Repräsentanten der Lüneburger Heide. Bei bis zu 70 Veranstaltungen vor Ort, aber auch in ganz Deutschland, wirbt die amtierende Majestät in ihrer einjährigen Amtszeit für ihre Region. Dazu gehört auch detailliertes Wissen über die Besonderheiten und Gegebenheiten der heimischen Kulturlandschaft. Entsprechendes wird der jeweiligen Heidekönigin in der Anfangszeit ihrer Regentschaft bei einem ganz persönlichen Infotag in der Natur hautnah erklärt.

Ohne Purpurmantel und Krone, dafür ausgestattet mit Block und Stift zog daher vor kurzem Leonie Laryea mehrere Stunden lang durch die Heidelandschaft rund um Amelinghausen. Mit an Bord war aber auch der amtierende Heidebock Falko Gardlo. Er wollte sich den „Crashkurs“ ebenfalls nicht entgehen lassen. Als Natur-Fitnesscoach für die beiden fungierte Umweltexperte Burkhard Jäkel. Er „brieft“ seit 2001 ehrenamtlich die Amelinghausener Majestäten. „Die beiden waren sehr interessiert und haben Vieles mitbekommen“, sagt Jäkel. Lachend fügt er an: „Jetzt können die beiden bei ihren Auftritten kompetent auf schlaue Fragen antworten.“ Zu dem Trio gesellten sich zudem noch Marie-Luisa Ehrlich vom Heideblütenfestverein und Wolfgang Koltermann vom Verein RegioKult. Koltermann hatte vor Wochen bereits eine Entkusselungsaktion in der sogenannten Begrüßungsheide vor Amelinghausen initiiert, an der Leonie Laryea ebenfalls tatkräftig teilgenommen hatte. „Da hat sie schon einiges über die Heide erfahren.“ Und so wurden erneut Pflegemethoden wie Plaggen, Schoppern, Mähen, Brennen und die Beweidung durch die Heideschnuckenherde angesprochen. 

„Alles sind probate Pflegemaßnahmen, um diese historische Kulturlandschaft zu erhalten“, sagte Burkhard Jäkel. Er nannte aber auch aktuelle Probleme. „Insbesondere Stickstoffeinträge aus der Luft und heißes, trockenes Wetter im Frühjahr setzen der Heide zu. Vor allem die Mykorrhiza, ein empfindlicher Wurzelpilz, der die Pflanze mit Wasser und Nährstoffen versorgt, leidet unter dem Klimawandel.“

Während einer kleinen Wanderung durch die Kronsbergheide erklärte Burkhard Jäkel ebenso die Entwicklung der hiesigen eiszeitlich geprägten  Landschaft und erzählte über die Wichtigkeit von Heiden- und Trockenrasen für die Tierwelt – insbesondere für Insekten. „Viele in ihrem Bestand bedrohte Arten haben hier ihren Lebensraum“, sagte Jäkel. Erstaunt waren die Teilnehmer, dass vor etwa 200 Jahren mehr als die Hälfte der Landschaft verheidet waren. „Heute sind es nicht einmal ein Prozent, die übrig geblieben sind“, sagte Burkhard Jäkel.

Er ging aber auch auf das Thema Wolf ein. Wie bedroht ist die Heideschnuckenherde durch ihn und wie groß ist sie überhaupt? Weiter wurden Fragen erörtert wie „Ist mit Erika die Besenheide gemeint?“ „Wie werden Pflegemaßnahmen finanziert?“ „Was kann die Politik zum Erhalt der historischen Kulturlandschaft tun?“ „Mir brummt zwar der Kopf, aber das war unheimlich spannend und informativ“, sagte Leonie Laryea zum Schluss. Lächelnd fügte sie an. „Gut, dass wir noch ein 10-seitiges Handout bekommen haben, wo alles nochmals beschrieben ist.“ Heidebock Falko Gardlo ergänzte lachend: „Jetzt weiß ich, was mit dem Wort ,eine Plaggerei` gemeint ist.“

Partner und Freunde

Der Heideblütenfestverein ist bei der Ausrichtung seines Festes unter anderem auf Spenden und Zuwendungen aus Wirtschaft, Rat und Verwaltung sowie Privatpersonen angewiesen. Wir erhalten große Unterstützung – vielen Dank dafür! Hier eine Übersicht unserer Partner und Freunde.

Vielen Dank für die Unterstützung!

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